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E.1
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Einsatztaktik und allgemeine Maßnahmen
Absicherung
der Unfallstelle (delegieren)
Rasches Ermitteln der Zahl der Verletzten, der Art und der Schweregrad der Verletzungen, des Unfallherganges
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E.1.1
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Sichtung (Triage und Bergung)
Bergung aus einem Fahrzeug, Lagerung auf der Vakuummatratze
oder Abnehmen eines Motorradhelms;
weitere Lagerungshilfsmittel: Schanzkrawatte, Luftkammerschiene
zur Ruhigstellung von Extremitäten. Bei einer größeren
Anzahl von Verletzten ist die rasche Sichtung vordringlich,
um die Notfallmaßnahmen zu konzentrieren und weitere Hilfe
anzufordern.
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E.1.2
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Sicherung der Vitalfunktionen Handelt es sich um einen Polytraumatisierten? der Terminus ”Polytrauma" bezeichnet ein Syndrom von Verletzungen
mehrerer
Körperregionen oder Organe mit konsekutiven systemischen Funktionsstörungen. Dabei sind die einzelnen Komponenten der Verletzungen und Funktionsstörungen in der Regel überlebbar, können jedoch in ihrer Kombination und Kumulation tödlich enden, vor allem bei inadäquater Therapie. Für den einzelnen Notarzt ist die Versorgung eines Polytraumatisierten mit einer Einsatzhäufigkeit von 2% im Jahr eine seltene Aufgabe, stellt aber erhöhte medizinische und organisatorisch-logistische Aufgaben. Die Gesamtletalität bei Polytraumatisierten liegt heute ziwschen 15 und 30%, die Letatlitätsrate steigt jedoch weiter, wenn ein SHT, Thoraxtrauma oder Abdominaltrauma vorliegt.
Polytrauma-Management: · rasches Erfassen der traumatischen Gesamtbelastung (Gefährdungskategorie) durch Diagnose des Verletzungsmusters, zusammen mit messbaren Parametern ·
Einschätzung des klinischen Zustandes: Tachykardie, anhaltende Hypotonie, Blässe, Kaltschweißigkeit, Desorientiertheit. · schnelles Erkennen aller bedrohlichen und relevanten
Verletzungskomponenten · Setzen der richtigen Prioritäten
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E.1.3
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Schockbehandlung/Beatmung Erste Prioritäten: lebenserhaltende Sofortmaßnahmen · Sicherung der adäquaten Perfusion und Oxygenierung aller
lebenswichtigen Organe durch Sicherung der Atemwege und Volumentherapie (agressiv über großlumige periphere Zugänge; mindestens 500ml kolloidale Lösung und 1000ml kistalline Lösung.
Lässt sich keine Verbesserung des
Schockzustandes herbeiführen, spricht das für das Vorliegen einer inneren Blutung. In dieser Situation hat ein weiterer Stabilisierungsversuch vor Ort keinen Sinn, der (die) Verletzte muss in das nächste geeignete KH zur notfallmäßigen chirurgischen Blutstillung gebracht werden.
· Suffiziente Analgesie und Anästhesie (Unterbrechung der sympathoadrenergen Reaktion des Organismus auf Schmerz und Stress) · Blutstillung bei Extremitätenverletzungen
· Druckentlastung des Herzbeutels und der Pleurahöhlen
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E.1.4
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Lagerung und Transport
Der Verletzte sollte unter kontinuierlichem Längszug in der Körperachse gehalten und von mehreren Helfern angehoben werden, wobei eine Verdrehung und Ventralflexion zu vermeiden sind. Die
Halswirbelsäule wird durch eine feste Krawatte geschient unter Anwendung des Halsschienengriffes. Zur Lagerung auf eine Vakuummatratze kann der Schaufel- oder Brückengriff zur Anwendung kommen,
wozu vier bis fünf Helfern notwendig sind. Für den Transport von Patienten sollte ausschließlich die Vakuummatratze zur Immobilisierung zur Anwendung kommen. Der so gelagerte Patient wird mit
der Schaufeltrage angehoben und transportiert; verboten ist das Anheben eines Patienten in einer Vakuummatratze ohne darunter befindliche Trage! Die Helmabnahme Bei Zweiradfahrern geschieht durch
zwei Helfer: nach Öffnen des Visiers werden zunächst vorhandene Gegenstände (Brillen o.ä.) entfernt, dann wird der Kinnriemes geöffnet. Unter Längszug an der HWS wird der Helm leicht nach
hinten verkippt, über die Nase geschoben und nach oben weggezogen.
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