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Anamnese *Schmerzangaben in einem WirbelsÀulenabschnitt, entweder spontan oder auf Befragen. LÀsst der Schmerz durch schonende Palpation der WirbeldornfortsÀtze nÀher lokalisieren?
*ParÀsthesien: Angaben des Verletzten gezielt ergÀnzen: seit wann aufgetreten? Niveau der SensibilitÀtsstörungen gleichzeitig mit der Motorik protokollieren; anfÀnglich engmaschige
Verlaufskontrollen zur frĂŒhzeitigen Erfassung einer Aszendierung/Komplettierung *LĂ€hmungen: bei einer RĂŒckenmarkslĂ€sion spĂŒrt der Verletzte augenblicklich am Unfallort neben dem
lokalen Schmerz die motorischen und sensorischen AusfÀlle; diesen Zeitpunkt des Erstauftretens protokollieren!
*Falls vom Verletzten keine Angaben erhÀltlich, symmetrische Schmerzreize an den Innenseiten der Oberarme und Oberschenkel setzen zum Ausschluss einer QuerschnittslÀsion
Untersuchung
Erste Ă€uĂere Hinweise auf die SchĂ€digung der WirbelsĂ€ule ergeben sich aus der Eruierung des Unfallmechanismus, aus Ă€uĂeren Verletzungszeichen wie HĂ€matome,
SchĂŒrf- und/oder Prellmarken. Beim bewusstseinsklaren Verletzten lassen ein Druck-/Klopfschmerz ĂŒber den DornfortsĂ€tzen oder (eher selten!) entsprechende Deformierungen
(Stufen-/Gibbusbildungen) an eine Verletzung der WirbelsÀule denken. Motorik SensibilitÀt
Reflexstatus Kennreflexe
Atmung:
Interkostalmuskulatur. Beachte: bei Bewusstlosen ist die paradoxe Zwerchfellatmung ein Indiz fĂŒr eine Tetraplegie oder eine hohe Paraplegie
Das Fehlen von neurologischen Symptomen schlieĂt eine WirbelsĂ€ulenverletzung nicht aus!
Behandeln Sie bei entsprechendem Unfallhergang: Decelerationstrauma,
Sturz/Sprung aus gröĂerer Höhe jeden Verletzten wie einen WirbelsĂ€ulenverletzten!
QuerschnittslÀsion
Motorik: Bewegungen von Armen und Beinen; Eigenreflexe im frischen Stadium unterhalb der LĂ€sion erloschen!
Die sensible Versorgung des oberen Thoraxanteils gehört bis
unterhalb der Clavicula zu den Halsmarksegmenten. Eine exakte
Trennung der Dermatome aus dem Halsmark und dem Thorakalmark
gelingt ausschlieĂlich im Bereich von Unterarm und
Hand mit dem neurologischen
Kontrolldreieck
. Als weitere Markierungspunkte gelten die Brustwarzen im Dermatom Th4,
der Bauchnabel in Th10 und die Leistenregion in L1. Der sensible Streifen L4 verlĂ€uft ĂŒber dem Innenknöchel, der von S1 ĂŒber dem AuĂenknöchel.
Sakrale
Aussparung (S3-S5): jede zu Beginn vollstÀndig erscheinende
QuerschnittslÀsion bedarf der sorgfÀltigen Kontrolle des
Ano-Genital-Bereiches: besteht hier noch irgendeine SensibilitÀt,
so ist die LÀsion inkomplett und damit die Möglichkeit einer
neurologischen Verbesserung vorhanden
.
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